Neue Hoffnung für Notfallpraxis?

Veröffentlicht am 18.09.2015 in Landespolitik

Mit Genugtuung haben Thomas Funk (SPD) und die Sozialdemokraten im Steinachtal zur Kenntnis genommen, dass Appelle, Resolutionen und nicht zuletzt 1665 Unterschriften ihre Wirkung offensichtlich nicht verfehlt haben: Die Zukunft der Notfallpraxis Neckargemünd soll noch einmal überdacht werden.

Diese Zusage machte Dr. Johannes Fechner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung, die die Einrichtung betreibt, beim Round-Table-Gespräch im Neckargemünder Rathaus.

Gleichzeitig warb Fechner um Verständnis dafür, dass seine Organisation auch die Wirtschaftlichkeit im Auge haben müsse. Schließlich verliere man pro Jahr 100 Hausärzte, für die man nicht zuletzt auch wegen der Notdienstbelastung kaum Nachfolger finde.

Wenn nun, so Dr. Fechner, die Notfallpraxis künftig innerhalb eines Krankenhauses betrieben werde, sei das für die Patienten kein Nachteil, da dort weit mehr technische Geräte zur Untersuchung der Patienten zur Verfügung stehen.

Dem widersprachen Abgeordnete, Bürgermeister und Vertreter der Umlandgemeinden unter Hinweis auf demographische Entwicklung, längere Anfahrtszeiten und topographische Gegebenheiten. Bezweifelt wurde dabei auch, dass es durch die Schließung der Notfallpraxis zu einer nennenswerten finanziellen Ersparnis käme.

„Angesichts der Notdienstschließung vor ein paar Jahren im Steinachtal ist es den betroffenen Menschen in Neckargemünd, im Steinach- und im Elsenztal kaum vermittelbar, wenn man trotz offensichtlichen Bedarfs an der beabsichtigten Schließung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Neckargemünd festhält“, so Thomas Funk.

Nachdruck verliehen wurde den Argumenten mit 1665 Unterschriften, die die SPD innerhalb von nur einer Woche im Steinachtal gesammelt hat. Diese übergab die Schönauer Ärztin Annette Gärtner (SPD) an Dr. Fechner und warb in der Runde für ein Umdenken: „Man muss sich anders positionieren, als nur dem Mainstream zu folgen und alles zu zentralisieren.“

Was allen Befürwortern Mut macht, ist die Tatsache, dass parteiübergreifend Abgeordnete und Bürgermeister aus der Region an einem Strang ziehen. SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Funk freut sich deshalb über die Zusage der Kassenärztlichen Vereinigung, die vorgetragenen Argumente in Stuttgart noch einmal auf den Tisch zu legen.

 

Homepage Thomas Funk

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