Oettingers Kombilohnpläne: Ein Windei

Veröffentlicht am 14.02.2006 in Landespolitik

Ute Vogt: „Diese Politik, statt eigener Anstrengungen unverschämt in die Taschen anderer zu greifen, ist inzwischen ein „Markenzeichen“ Oettingerscher Politik.“

Die SPD-Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin Ute Vogt hat die Kombilohn-Pläne des Ministerpräsidenten scharf kritisiert. „Oettingers Pläne sind ein Windei. Er lässt sich für diesen Vorstoß loben, aber zahlen sollen Kommunen und Arbeitsagenturen.“ Dass diese Partner vorher nicht einmal gefragt wurden, ob sie das Geld für die Kofinanzierung von Kombilohnprojekten überhaupt aufbringen können, sage alles über den Regierungsstil des Ministerpräsidenten, so Vogt.

Vogt wies darauf hin, dass die von der Landesregierung in Aussicht gestellten Fördermit-tel des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 25 Millionen Euro nur dann tatsäch-lich fließen, wenn es im Land eine Kofinanzierung in mindestens derselben Höhe gebe. An dieser Kofinanzierung wolle sich das Land aber nur mit einem lächerlich geringen Be-trag in Höhe von 650.000 Euro beteiligen. „Das sind gerade einmal 2,6 Prozent der erfor-derlichen Gesamtsumme.“ Die übrigen Mittel müssten deshalb nach Oettingers Plänen von den Kommunen und von den Arbeitsagenturen aufgebracht werden.
Diese Politik, statt eigener Anstrengungen unverschämt in die Taschen anderer zu grei-fen, sei inzwischen ein „Markenzeichen“ Oettingerscher Politik. So habe die Landesregie-rung die Fördermittel zur beruflichen Eingliederung Arbeitsloser, mit denen die beiden er-folgreichen Landesprogramme zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen und von jugendlichen Arbeitslosen finanziert wurden, fast vollständig zusammengestrichen. 1996 hätten noch 20 Millionen Euro für die Landesarbeitsmarktpolitik zur Verfügung gestanden, im Jahr 2005 sei davon nur noch ein kümmerlicher Rest von 585.000 Euro übrig geblie-ben, so Vogt. „Das Land hat Kommunen und Arbeitsagenturen mit dem Problem der Ju-gend- und Langzeitarbeitslosigkeit vollkommen alleingelassen.“

Auch das Ganztagsschulprogramm, das überwiegend aus kommunalen Mitteln finanziert werde und die Jugendbegleiter, deren Finanzierung zu Lasten von professionellen Lehr-kräften gehe, seien Beispiele für Oettingers schlechten Regierungsstil. Ute Vogt: „Die Landesregierung bringt selber keine zukunftsweisenden Projekte auf den Weg. Sie be-treibt Politik immer auf Kosten anderer.“

Nathalie Nieding
Pressereferentin

Homepage SPD Rhein-Neckar

UNSER ABGEORDNETER IN BERLIN

Counter

Besucher:152179
Heute:81
Online:9

News-Ticker

kirk.unaone.net | Kundenmenü
logo

Die angeforderte Domain konnte auf diesem Server nicht gefunden werden.


Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. "Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23
Armand Zorn zum Tankrabatt.
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos "#GEMA1NSAM - Für gute Arbeit" kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. "Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden