Ortsverein diskutiert über Stuttgart 21

Veröffentlicht am 16.10.2010 in Landespolitik

Der Ortsverein der SPD hat bei seiner letzten Sitzung ausführlich über das Thema Stuttgart 21 geredet, das derzeit Medien, Politik und Gesellschaft bewegt und Tausende auf die Straße treibt.

Einhellige Meinung war es, dass mit dem Polizeieinsatz vorvergangene Woche eine Grenze überschritten war. Die Polizei kann und darf in einem Rechtsstaat nicht so mit den Bürgern umgehen. Vorsitzender Herbert Schmalzhaf sagte dazu: „Wer sich jetzt ohne Eigenkritik hinter den übertriebenen Polizeieinsatz stellt, hat große Chance seinen Status als Volksvertreter zu verlieren.“

Insgesamt war aber auch Unzufriedenheit mit dem Projekt zu spüren. Bemängelt wurden die lange Planungsphase, die schlechte Kommunikation und die immensen Baukosten. Es stellt sich die Frage, ob die Dinge noch verhältnismäßig sind. „Stuttgart 21 steht in der Reihe der Projekte, die die unselige Kombination von politischer Großmannssucht und wirtschaftlichen Interessen vermuten lassen.“ sagte Herbert Schmalzhaf dazu.

Auf der anderen Seite war aber auch klar: Stuttgart braucht eine neue Verkehrsinfrastruktur um keinen Verkehrskollaps zu erleiden. Dazu kommt, dass die Bahn in Erwartung von S21 den Bahnhof ziemlich hat verkommen lassen um Fakten zu schaffen. Ob das Bauprojekt S21 aber das Richtige ist, bezweifelten viele. Altgemeinderat Herbert Hoffmann sagte er könne sich nicht vorstellen wie man mit 8 Gleisen den Verkehr von bislang 16 Gleisen bewerkstelligen wolle. Zuspruch fand aber die Neubaustrecke nach Ulm.

Unterm Strich ist die Situation verfahren: „Deshalb ist es klar, dass jetzt eine neue Legitimation her muss. Eine Volksabstimmung ist dafür das Beste.“ sagte der stellvertretende Vorsitzende Klaus-Henning Kluge. Die Politik sollte insgesamt von Stuttgart 21 lernen und Infrastrukturprojekte von Anfang an mit den Leuten abstimmen, statt sich so in eine Sache zu verrennen.

UNSER ABGEORDNETER IN BERLIN

Counter

Besucher:152179
Heute:696
Online:6

News-Ticker

kirk.unaone.net | Kundenmenü
logo

Die angeforderte Domain konnte auf diesem Server nicht gefunden werden.


14.09.2026 17:56
Zollkodex.
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt - 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen

Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. "Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen

Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden