Überkapazität bei Müllverbrennungsanlagen.

Veröffentlicht am 23.05.2008 in Kreistagsfraktion

Voll bestätigt sieht sich die SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Neckar in ihrer Auffassung, dass der Bau weiterer Müllverbrennungsanlagen total an dem Bedarf vorbeigeht. Laut der jüngsten Ausgabe von "REMONDIS aktuell" unter dem Titel "Zu viele Öfen, zu wenig Abfall" von Ludger Rethmann, Vorstandssprecher des weltweit operierenden Entsorgungsunternehmens Remondis, sind seit in kraft treten der TASI
(Technische Anleitung Siedlungsabfall) im Jahre 1993 in Deutschland und in den benachbarten Niederlanden Verbrennungsanlagen mit einer Kapazität von 4 MIO Jahrestonnen in Betrieb genommen worden. Weitere Anlagen in einer Größenordnung von 1,3 Mio Tonnen sind derzeit im Bau. Rechnet man die EBS-Kraftwerke (EBS=Ersatzbrennstoffe) hinzu, so ergibt sich für beide Länder zusammen eine Verbrennungskapazität
von insgesamt 30 Mio Jahrestonnen.

Die Sache hat jedoch einen Haken, so Remondis-Vorstand Rethmann. Es gibt in Zukunft nicht genug Abfall, um alle bestehenden und neuen Anlagen wirtschaftlich zu betreiben. Die Folgen sind ein (drohender) Preisverfall, Wertberichtigungen und Insolvenzen bei Müllverbrennungsanlagen. Genau genommen besteht diese Situation schon heute. Die Anlagen fahren bereits jetzt schon nicht mehr mit 100% Auslastung; schon heute sind wir auf ausländischen Müll angewiesen.

Vor diesem unbestreitbaren Hintergrund war die konsequente Haltung der SPD-Kreistagsfraktion gegen die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage im Kreisgebiet eindeutig richtig. Wir müssten mit einer Vielzahl von Konkurrenten um den anfallenden Abfall kämpfen und wären dabei mit unserer relativ kleinen Anlage in der Regel nur zweiter Sieger geblieben. Ganz abgesehen davon, dass wir unseren Verbrennungspreis für von außerhalb akquirierten Abfall auf einem Niveau hätten festsetzen müssen, der sich wirtschaftlich nicht gerechnet hätte, so Fraktionsvorsitzender Helmut Beck.

Heute sind wir dagegen in einer vergleichsweise ebenso günstigen wie auch sicheren Situation. Wir müssen nicht sehen, wo wir unseren Abfall für eine eigene Anlage herbekommen. Durch die bevorstehende Ausschreibung des im Rhein-Neckar-Kreis zur Verbrennung anfallenden Abfalls sind wir vielmehr in der Lage, dem preisgünstigsten Anbieter unseren Müll zu überlassen. Ein mögliches wirtschaftliches Risiko liegt also nicht bei uns sondern eindeutig auf Seiten der Betreiber von Müllverbrennungsanlagen.

Homepage SPD Rhein-Neckar

UNSER ABGEORDNETER IN BERLIN

Counter

Besucher:152179
Heute:294
Online:1

News-Ticker

kirk.unaone.net | Kundenmenü
logo

Die angeforderte Domain konnte auf diesem Server nicht gefunden werden.


14.09.2026 17:56
Zollkodex.
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt - 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen

Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. "Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen

Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden