„Wir werden Baden-Württemberg demokratischer machen“: Neujahrsempfang der SPD Rhein-Neckar in der Sinsheimer Stadthalle

Veröffentlicht am 31.01.2011 in Veranstaltungen

Sinsheim. Die Big Band der Musikschule Sinsheim stimmte die Gäste auf den Neujahrsempfang der SPD Rhein-Neckar im Foyer der Stadthalle ein. Der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Funk gab sich große Mühe, alle prominenten Besucher des Empfangs gebührend zu begrüßen, waren doch viele ehemalige, derzeitige und vielleicht zukünftige Abgeordnete des Europaparlaments, des Bundestages und baden-württembergischen Landtags gekommen. Dialoge führen sei die Aufgabe, „miteinander, nicht übereinander reden“, so Funk. Bei aller Berechtigung von Bürgerprotesten plädierte er für eine „Dafür-Gesellschaft“ und gegen ein bloßes Dagegensein.

Sinsheims Bürgermeister Achim Kessler konnte in seinem Grußwort dem nur zustimmen. Er redete der Mitbestimmung das Wort, warnte aber vor Übertreibungen: Manchmal sei schnelles Handeln der Verantwortlichen auch einer Mediation vorzuziehen, insbesondere bei Projekten geringer Bedeutung. Kessler nutzte die Gelegenheit, die finanzielle Lage der Kommunen deutlich zu machen. Das Prinzip „Wer bestellt, bezahlt“ gelte offensichtlich nicht. Wohltaten von oben gingen allzu oft allein zu Lasten der Gemeinden.

„58 Jahre CDU-Herrschaft in Baden-Württemberg sind genug“ war das Motto des SPD-Spitzenkandidaten Dr. Nils Schmid. Er hatte viele Argumente für seine Kampfansage. Bildungschancen dürften nicht länger von der sozialen Herkunft abhängen – das täten sie nach der Statistik noch immer deutlich, die Drei-Klassen-Medizin drohe und sei teilweise schon Realität, der ursprüngliche Solidaritätsgedanke der Krankenversicherung gehe verloren, die paritätische Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer werde immer weiter zurückgedreht. Bei solcher Kritik ließ es aber Nils Schmid nicht bewenden. Er versprach einen „echten Wechsel“, nach dem Gesundheit kein Luxus mehr sein und Bildung keine Frage der Herkunft bleiben soll. Großprojekte sollen nicht ohne rechtzeitige Bürgerbeteiligung verwirklicht werden. Im Detail forderte er ein Tariftreuegesetz nach dem Muster von Rheinland-Pfalz, nach dem öffentliche Ausschreibungen nach der tariflichen Entlohnung bei den Anbietern bewertet werden. Auf kommunaler Ebene sollen Stadtwerke gestärkt werden. Die vordringliche Aufgabe ist ihm, das Vertrauen in die Politik wieder herzustellen. Dazu gehöre aber auch Vertrauen in alle die, die auf allen Ebenen in der Politik mitwirken. Das habe er.

„Nicht mehr versprechen, als ich halten kann“, war seine abschließende Aussage, an die er seine Aufforderung, wählen zu gehen und die Regierung in den Ruhestand zu schicken, anschloss. Unter begeistertem Applaus und in anfeuernder Begleitung durch die Big Band ging man zum Imbiss und vielen Gesprächen über.

Dieter Lattermann

Homepage SPD Rhein-Neckar

UNSER ABGEORDNETER IN BERLIN

Counter

Besucher:152179
Heute:268
Online:3

News-Ticker

kirk.unaone.net | Kundenmenü
logo

Die angeforderte Domain konnte auf diesem Server nicht gefunden werden.


Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. "Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. "Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: "Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: "‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden