Ab Schuljahr 2008/09 Essensgeldbefreiung für Hilfeempfänger nach Hartz IV

Veröffentlicht am 13.04.2008 in Kreistagsfraktion

"Wir wollen im Rhein-Neckar-Kreis nicht nur über das Attribut ´Kinderland Baden-Württemberg´ debattieren, sondern diesen Anspruch im Rahmen unserer Möglichkeiten mit Maßnahmen ausfüllen, wo immer dies möglich erscheint", so der einmütige Tenor der Fraktionsvorsitzenden im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises.

Deshalb haben diese nun auf Initiative von SPD-Fraktionschef Helmut Beck mit einem gemeinsamen Schreiben beantragt, ab dem Schuljahr 2008/09 für Schüler an den Sonderschulen des Kreises, die Sozialleistungen nach HARTZ IV erhalten, auf die Erhebung eines Essensgeldes ganz zu verzichten. Der Antrag wurde Landrat Dr. Jürgen Schütz bei der jüngsten Sitzung des Kreistages in Waibstadt überreicht (s.Bild). Als zuständiger Ausschuss muss der Ausschuss für Soziales, schulen und Kultur hierüber zwar noch einen Beschluss herbeiführen. Dies sei angesichts der fraktionsübergreifenden Unterstützung durch sämtliche Fraktionen des Kreistages aber eine reine Formsache, sagte Helmut Beck.

Da aus Datenschutzgründen der Erlass des Essensgeldes nur auf entsprechenden Antrag der Eltern oder der Sorgeberechtigten erfolgen kann, werden des Schulamt des Rhein-Neckar-Kreises bzw. die Schulverwaltungen vor Ort rechtzeitig über die Möglichkeit des Essensgeldbefreiung informieren. Betroffen von dieser Maßnahme sind die Comeniusschule in Schwetzingen, die Maria-Montessori-Schule in Weinheim, die Martinsschule in Ladenburg sowie die Steinsbergschule in Sinsheim.

Bereits im November des vergangenen Jahres hatte der Ausschuss aufgrund einer Anregung der Fraktionsvorsitzenden Bruno Sauerzapf (CDU) und Helmut Beck (SPD) die bereits beschlossene Anhebung der Essensgelder auf 4,40 € zurückgenommen und mit 3,00 € je Mittagessen noch unter dem bislang geltenden Preis von 3,30 € festgelegt.

Foto: v.l. Bruno Sauerzapf (CDU), Landrat Dr. Jürgen Schütz, Helmut Beck (SPD), Hans-Ulrich Sckerl (GRÜNE), Dr. Heinz Bahnmüller (FDP), Gustav Bylow (FWV).

Homepage SPD Rhein-Neckar

UNSER ABGEORDNETER IN BERLIN

Counter

Besucher:152179
Heute:434
Online:8

News-Ticker

kirk.unaone.net | Kundenmenü
logo

Die angeforderte Domain konnte auf diesem Server nicht gefunden werden.


Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. "Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich", erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. "Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen - Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. "Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. "Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… "Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen" weiterlesen

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden