Stehende Ovationen für einen „stolzen Sozialdemokraten“

Veröffentlicht am 25.02.2008 in Kreisverband

Das Präsidium

Uwe Hück begeistert Jahreshauptversammlung der Rhein-Neckar SPD
Brühl/Rhein-Neckar. Mit Grundsatzfragen beschäftigte sich der SPD-Kreisverband Rhein-Neckar auf seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung in der Brühler Festhalle. Da in diesem Jahr keine Vorstandswahlen anstanden, nutzten die „Genossen“ die Veranstaltung zu intensiver inhaltlicher Arbeit.

So verabschiedete die Partei unter anderem Anträge für eine stärker Regulierung von Zeit- und Leiharbeit, um Missbrauch vorzubeugen, und forderte die Bundespolitik auf, energischer gegen Steuerhinterziehung und den Mißbrauch von Subventionen vorzugehen. Außerdem wird sich der Kreisverband frühzeitig in die Diskussion des SPD-Wahlprogrammes für die Bundestagswahlen 2009 einschalten. Eckpunkte hierfür sollen in den nächsten Monaten erarbeitet werden. Besonders wichtig sei dabei die Einführung einer Bürgerversicherung im Gesundheitssystem und eine umfassende Reform der Schul- und Bildungspolitik.

Uwe HückUwe Hück
Unter diese Ziele würde sicher auch der Gastredner Uwe Hück seine Unterschrift setzen. Der Gesamtbe-triebsratsvorsitzende von Porsche hielt eine leidenschaftliche Rede, in der er immer wieder auf sozialpolitische Grundsatzfragen einging und diese mit Beispielen aus seinem eigenen Lebensweg in Verbindung brachte. Bereits früh verlor er beide Eltern und habe in seiner Zeit in Kinderheimen, aber auch während seiner folgenden Ausbildung gelernt, dass kein Mensch „dumm“ geboren werde. Es komme immer auf die gesellschaftlichen und persönlichen Voraussetzungen an, in denen man sein Leben gestalte. „Ohne den Sozialstaat wäre ich nicht so weit gekommen, aber ohne meinen eigenen Kampfgeist auch nicht“. Und genau deshalb sieht sich Hück auch als „stolzen Sozialdemokraten“ und setzt sich für eine starke Zusammenarbeit von SPD und Gewerkschaften ein. Solange es in Deutschland Menschen gebe, die in einer Vollzeitstelle zuwenig zum Leben verdienten, gebe es auch heute noch „eine soziale Frage“, der sich beide Organisationen widmen müssen.

Als Erfolgsrezept schlug Hück Mut zu Reformen und gleichzeitig das Festhalten an bewährten Grundsätzen vor, etwa an einem umfassenden und gerechten Sozialversicherungssystem und den Mitbestimmungsrechten der Arbeitnehmer. „Geld genug ist da, wir müssen uns nur trauen, es auch richtig zu verteilen.“ Mit dem gleichen Argument müsse man auch für den weiteren Ausbau von Ganztagesschulen und Kinderbetreuung kämpfen, denn das seien Investitionen, die sich später bezahlt machen werden.

Göck, Hück, Castellucci
von links: Bürgermeister Dr. Ralf Göck ,Uwe Hück, Lars Castellucci

Auch in der großen Koalition wünschte der Betriebsrat sich mehr Mut von seiner Partei: Die SPD müsse ihre eigenen Grundwerte deutlich machen, auch wenn sie in Regierungsverhandlungen teilweise Abstriche macht. Andererseits gebe es auch genug Erfolge, auf die man stolz sein könne, etwa das Altersteilzeitgesetz oder den Erhalt der betrieblichen Mitbestimmung. „Freut euch darüber, aber sagt’s den Leuten auch“ ermunterte der Gewerkschafter seine Genossen. Trotz solcher Teilerfolge sah er die große Koalition allerdings als Bündnis auf Zeit. „Eine umfassende soziale Politk ist nur ohne die Union möglich“, schloß er seine Rede. Der lange Beifall mit teilweise stehenden Ovationen zeigte, dass diese Ansicht auch von vielen SPD-Mitgliedern im Rhein-Neckar-Kreis geteilt wird.

Applaus gab es schließlich auch für die ehemalige Ilvesheimer SPD-Vorsitzende Regina Zäh und die beiden ehemaligen Juso-Vorsitzenden Julia Achtstätter und Carsten Kropp, die für ihr besonderes Engagement in den vergangenen Jahren geehrt wurden.

Zäh, Achtstätter, Kropp, Castellucci
von links: Renate Schmidt, Regina Zäh, Julia Achtstätter, Carsten Kropp, Lars Castellucci

Homepage SPD Rhein-Neckar

UNSER ABGEORDNETER IN BERLIN

Counter

Besucher:152179
Heute:108
Online:2

News-Ticker

kirk.unaone.net | Kundenmenü
logo

Die angeforderte Domain konnte auf diesem Server nicht gefunden werden.


Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. "Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23
Armand Zorn zum Tankrabatt.
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos "#GEMA1NSAM - Für gute Arbeit" kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. "Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden